Vorerst gescheitert: Karl-Theodor zu Guttenberg im Gespräch mit Giovanni di Lorenzo

Posted on 27. November 2011 in Allgemein, Amazon

Alle reden davon, am 01. Dezember kann sich jeder selbst ein Bild machen, denn dann erscheint bei Amazon das Buch “Vorerst gescheitert: Karl-Theodor zu Guttenberg im Gespräch mit Giovanni di Lorenzo”.
In den Medien lesen wir bereits vieles, was Gutenberg in dem Interview von sich gibt:
Spiegel:
…dass er nie vorhatte, sein Amt als Verteidigungsminister bis zum Ende der Legislaturperiode auszufüllen – auch vor seinem Rücktritt nicht. Er habe seiner Frau “mal versprochen, nach zehn Jahren aufzuhören.
Und ich stelle mir die Frage, warum will er dann unbedingt jetzt zurück?

Ehemalige Parteifreunde scheinen auch nicht begeistert von seinem Buch zu sein:
Seehofer zum Spiegel:
“Ich erkenne an dem Auftritt von Karl-Theodor zu Guttenberg und an dem Interview viel von seiner Persönlichkeitsstruktur wieder. Diese Art und Weise, andere herabzusetzen, um sich selbst zu erhöhen, geht so aber nicht”.

In jedem Fall hat er einen guten PR-Berater, denn wie der Spiegel auch meldet, konnte Gutenberg den Termin zur Verfahrenseinstellung selbst steuern und so ist der zeitliche Zusammenhang zwischen Einstellung des Verfahrens und Veröffentlichung seines ersten Interviews nach Guttenbergs Abtauchen, das die große Nachfrage nach seinem Interviewbuch ausgelöst hat, sicher kein Zufall.

Ich persönlich war mit Gutenberg fertig, als er in seiner Stellungnahme zur Plagiatsaffäre verlauten ließ, dass ihm die Arbeit angesichts seiner beruflichen und politischen Arbeitsbelastung „teilweise über den Kopf gewachsen“ sei und dann kam noch sein Statement: Zitat: „Ich wollte mir eine Schwäche nicht eingestehen“.
Schwäche eingestehen bedeutet Größe.
Größe, die er offensichtlich nicht hat und jemand der keine Größe hat und dem schnell mal etwas über den Kopf wächst, der ist nach meiner persönlichen Ansicht nicht für den Posten des Verteidigungsministers geeignet.
Unvorstellbar, dass jemand, der unter Druck nicht klar agieren kann, ausgerechnet im Verteidigungsministerium Entscheidungen zu treffen hat.
Darüber, dass er die Vorwürfe, er hätte abgeschrieben, in den ersten Interviews als abstrus bezeichnete, brauchen wir gar nicht erst reden.

Man kann ihm sicher seine Entertainmentqualitäten nicht absprechen – ich schlage vor, dass er ” Wetten dass” übernimmt- da bekommt er die Bühne, die er offensichtlich braucht.

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